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Gesundes Immunsystem – so starten Sie ideal ins neue Jahr

  • Iris Jensen
  • 1. Jan.
  • 4 Min. Lesezeit



Der Jahresbeginn fühlt sich für viele Menschen wie ein natürlicher Neustart an. Nach den dunklen Wintermonaten, häufigen Infekten, wenig Bewegung und hoher Belastung entsteht der Wunsch, wieder stabiler, widerstandsfähiger und energiegeladener zu werden. Gerade jetzt rückt das Immunsystem in den Fokus – nicht als kurzfristiges Projekt, sondern als fein abgestimmtes Zusammenspiel vieler Faktoren, das sich über Zeit regulieren lässt.


In meiner naturheilkundlichen Arbeit erlebe ich immer wieder, dass Menschen aus Arnsberg-Neheim und dem gesamten Sauerland nach dem Winter das Gefühl haben, „nicht richtig in Gang zu kommen“. Müdigkeit, Infektanfälligkeit, innere Unruhe oder ein langsamer Start ins neue Jahr sind keine Seltenheit. Genau hier setzt ein ganzheitlicher Blick auf das Immunsystem an – ruhig, individuell und ohne Druck.



Das Immunsystem verstehen – mehr als nur Abwehr



Das Immunsystem ist kein einzelnes Organ, sondern ein komplexes Netzwerk aus Zellen, Botenstoffen, Organen und Regulationsmechanismen. Es reagiert nicht isoliert, sondern immer im Zusammenhang mit dem gesamten Organismus. Schlafqualität, psychische Belastung, Nährstoffversorgung, Darmgesundheit und Lebensstil greifen ineinander und beeinflussen, wie belastbar und anpassungsfähig unser Körper ist.


Ein gut reguliertes Immunsystem zeichnet sich nicht dadurch aus, dass man „nie krank wird“. Vielmehr geht es um Balance: angemessene Reaktionen, eine gute Regenerationsfähigkeit und die Fähigkeit, nach Belastungen wieder in die eigene Kraft zu finden. Genau diese Regulationsfähigkeit gerät nach längeren Stressphasen oder in der dunklen Jahreszeit häufig aus dem Gleichgewicht.



Stress und Nervensystem – unterschätzte Immunkiller



Anhaltender Stress zählt zu den stärksten Einflussfaktoren auf das Immunsystem. Dabei geht es nicht nur um berufliche Belastung, sondern auch um innere Anspannung, Zeitdruck, emotionale Themen oder fehlende Erholungsphasen. Das vegetative Nervensystem steuert viele immunologische Prozesse, und wenn der Körper dauerhaft im Alarmmodus bleibt, wird Regeneration erschwert.


Viele Menschen berichten zu Jahresbeginn von innerer Unruhe, schlechtem Schlaf oder dem Gefühl, ständig „unter Strom“ zu stehen. Das Immunsystem reagiert darauf sensibel. Naturheilkundlich steht hier nicht das Unterdrücken von Symptomen im Vordergrund, sondern das sanfte Zurückführen in einen Zustand von Regulation, Stabilität und innerer Ruhe.



Schlaf – die nächtliche Reparaturphase



Während wir schlafen, laufen im Körper wichtige Reparatur- und Anpassungsprozesse ab. Immunzellen werden aktiviert, Entzündungsprozesse reguliert und Energiereserven neu verteilt. Wer dauerhaft schlecht schläft oder sich morgens nicht erholt fühlt, merkt oft auch eine erhöhte Infektanfälligkeit oder verlängerte Genesungszeiten.


Gerade im Winter verschieben sich Schlafrhythmen häufig. Weniger Tageslicht, mehr Bildschirmzeit und mentale Belastung können den natürlichen Biorhythmus stören. Ein ganzheitlicher Ansatz berücksichtigt deshalb auch Schlafgewohnheiten, Abendroutinen und die Fähigkeit des Körpers, zur Ruhe zu kommen.



Mikronährstoffe – die stillen Mitspieler der Immunabwehr



Vitamine, Mineralstoffe und Spurenelemente sind an nahezu allen immunologischen Prozessen beteiligt. Sie wirken nicht spektakulär, aber konstant im Hintergrund. Gerade nach den Wintermonaten zeigen sich in der Praxis häufig Defizite, etwa durch einseitige Ernährung, erhöhten Verbrauch bei Stress oder eingeschränkte Aufnahme.


Vitamin D, Zink, Selen, B-Vitamine und Vitamin C spielen hier eine zentrale Rolle. Wichtig ist dabei nicht die pauschale Einnahme möglichst vieler Präparate, sondern die individuelle Betrachtung: Was braucht der Körper aktuell, was fehlt wirklich und was passt zur persönlichen Lebenssituation?



Der Darm – Zentrum der Immunregulation



Ein großer Teil des Immunsystems sitzt im Darm. Die Schleimhaut, das Mikrobiom und die Immunzellen dort stehen in ständigem Austausch mit dem gesamten Organismus. Verdauungsbeschwerden, Nahrungsmittelunverträglichkeiten, Blähungen oder ein wechselnder Stuhlgang können Hinweise darauf sein, dass die Darm-Immun-Achse aus dem Gleichgewicht geraten ist.


Nach den Feiertagen mit ungewohnten Essgewohnheiten oder mehr Genussmitteln reagiert der Darm oft sensibel. Eine naturheilkundliche Begleitung kann hier regulierend wirken, ohne zu überfordern, und den Darm Schritt für Schritt wieder in seine Stabilität bringen.



Vitamin C – ein Klassiker mit moderner Bedeutung



Vitamin C gehört zu den bekanntesten Mikronährstoffen im Zusammenhang mit dem Immunsystem. Es ist an zahlreichen Stoffwechselprozessen beteiligt, unterstützt die Funktion von Immunzellen und wirkt als Antioxidans. In Belastungssituationen steigt der Bedarf deutlich an, während gleichzeitig die körpereigenen Speicher begrenzt sind.


Viele Menschen nehmen Vitamin C oral ein, etwa über Nahrung oder Präparate. Diese Form ist sinnvoll, stößt jedoch physiologisch an Grenzen, da die Aufnahme über den Darm reguliert ist. Bei höheren Mengen wird überschüssiges Vitamin C einfach wieder ausgeschieden.



Orale Einnahme oder Infusion – wo liegt der Unterschied?



Bei einer Vitamin-C-Infusion wird der Wirkstoff direkt über die Vene in den Blutkreislauf gegeben. Dadurch lassen sich deutlich höhere Konzentrationen im Blut erreichen, als dies über den Darm möglich wäre. Diese Form wird in der Naturheilkunde häufig dann in Betracht gezogen, wenn der Bedarf erhöht ist oder der Körper besonders unterstützt werden soll.


Dabei geht es nicht um ein „Mehr ist besser“, sondern um gezielte Impulse. Infusionen sind kein Ersatz für einen gesunden Lebensstil, sondern können – individuell abgestimmt – eine begleitende Maßnahme sein, etwa in Phasen hoher Belastung, bei Erschöpfung oder nach wiederholten Infekten.



Für wen Vitamin-C-Infusionen sinnvoll sein können



Ob eine Vitamin-C-Infusion sinnvoll ist, hängt immer von der persönlichen Situation ab. Menschen mit hohem Stresslevel, eingeschränkter Nährstoffaufnahme, chronischer Erschöpfung oder häufiger Infektanfälligkeit sprechen in der Praxis häufig gut auf eine solche Unterstützung an. Gleichzeitig gibt es Situationen, in denen andere Maßnahmen im Vordergrund stehen sollten.


Deshalb ist eine individuelle Einschätzung entscheidend. In der naturheilkundlichen Praxis wird nicht nach Schema F gearbeitet, sondern im Gespräch geklärt, welche Form der Unterstützung aktuell passend ist und wie sie in ein ganzheitliches Konzept eingebettet werden kann.



Ganzheitlich ins neue Jahr – Schritt für Schritt



Ein stabiles Immunsystem entsteht nicht über Nacht. Es entwickelt sich aus vielen kleinen, konsequenten Entscheidungen im Alltag. Ausreichender Schlaf, bewusste Pausen, nährstoffreiche Ernährung, Bewegung und eine gute Selbstwahrnehmung bilden die Basis. Naturheilkunde versteht sich hier als Begleiterin, nicht als schnelle Lösung.


Gerade zum Jahresbeginn kann es wohltuend sein, den eigenen Körper neu kennenzulernen und ihm zuzuhören. Was braucht er wirklich? Wo ist Unterstützung sinnvoll, wo eher Entlastung?



Einladung zur persönlichen Beratung



Wenn Sie Ihr Immunsystem nach dem Winter stärken und das neue Jahr bewusst und stabil beginnen möchten, kann eine individuelle Beratung hilfreich sein. In ruhiger Atmosphäre schauen wir gemeinsam, welche Faktoren bei Ihnen eine Rolle spielen und welche naturheilkundlichen Impulse Sie sinnvoll begleiten können.


Manchmal reicht schon ein klarer Blick von außen, um wieder Vertrauen in den eigenen Körper zu gewinnen und Schritt für Schritt zurück in die eigene Kraft zu finden.

 
 
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